Barrierefreies Wohnzimmer 2026: Stolperfallen beseitigen, sicher leben
Warum gerade das Wohnzimmer?
Das Wohnzimmer ist der Raum, in dem Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die meiste Zeit verbringen. Fernsehen, Lesen, Besucher empfangen, Mittagsschlaf — alles findet hier statt. Und genau hier lauern die meisten unterschätzten Gefahren: lose Teppiche, herumliegende Kabel, zu weiches Sofa, zu wenig Licht.
Das Gute: Viele Maßnahmen sind günstig und sofort umsetzbar. Teppiche entfernen, Kabel in Kanäle verlegen, Beleuchtung verbessern — dafür brauchen Sie weder Handwerker noch Förderantrag. Erst bei größeren Umbauten wie Türverbreiterung, neuem Bodenbelag oder elektrischen Rollläden kommen Kosten zusammen — die dann aber auch gefördert werden können.
Dieser Ratgeber zeigt die Anforderungen nach DIN 18040-2, alle Maßnahmen mit realistischen Kosten und erklärt, welche Förderung Sie nutzen können.
DIN 18040-2: Was die Norm fürs Wohnzimmer vorschreibt
Die DIN 18040-2 unterscheidet zwei Stufen: „barrierefrei nutzbar" (Grundstandard) und „uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar" (R-Standard).
Bewegungsflächen
| Nutzung | Bewegungsfläche | Erläuterung |
|---|---|---|
| Barrierefrei nutzbar | mind. 120 x 120 cm | Für Personen mit Gehhilfen |
| Rollstuhlgerecht | mind. 150 x 150 cm | 360-Grad-Wende möglich |
| Hoher Pflegebedarf | 200 x 200 cm empfohlen | Pflegeperson assistiert |
Empfohlene Mindestgröße: 20 m² für ein rollstuhlgerechtes Wohnzimmer. Ein Standardrollstuhl hat eine Länge von ca. 120 cm und eine Breite von ca. 70 cm — für eine 360-Grad-Wende braucht man entsprechend Platz.
Praxisregel: Weniger Möbel bedeutet mehr Sicherheit. Vor jedem täglich genutzten Möbelstück (Sofa, Sessel, Regal) sollte eine freie Fläche von mindestens 150 x 150 cm bleiben.
Türen
| Anforderung | Maß |
|---|---|
| Lichte Breite (barrierefrei) | 80 cm |
| Lichte Breite (rollstuhlgerecht) | 90 cm |
| Lichte Breite (mit Pflege) | 100 cm |
| Bewegungsfläche vor der Tür | 150 x 150 cm |
| Schwellenhöhe | max. 2 cm, besser 0 |
Innentürschwellen im Wohnzimmer sollten vollständig entfernt werden. Schiebetüren sind bei beengten Verhältnissen eine platzsparende Alternative. Mehr dazu in unserem Türverbreiterungs-Ratgeber.
Bedienelemente
| Element | Normhöhe | Warum |
|---|---|---|
| Lichtschalter | 85 cm | Im Rollstuhl erreichbar |
| Steckdosen | 40–60 cm | Kein Bücken nötig |
| Thermostat | 85–105 cm | Sitzend bedienbar |
| Abstand zu Ecken | mind. 50 cm | Seitliche Anfahrt mit Rollstuhl |
Kontraste: Schalter müssen sich farblich deutlich von der Wand abheben. Bei hellen Wänden dunkle Rahmen verwenden.
Bodenbelag: Die häufigste Sturzursache beheben
Der Boden im Wohnzimmer ist nach losen Teppichen und Kabeln die häufigste Sturzursache. Mehr zum Thema in unserem Sturzpräventions-Ratgeber.
Anforderungen
| Kriterium | Anforderung |
|---|---|
| Rutschhemmung | mind. R9 |
| Höhenabsätze | max. 1,5 mm |
| Neigung | max. 3 % |
| Lose Beläge | nicht zulässig |
Empfohlene Materialien
| Material | Preis/m² | Vorteile |
|---|---|---|
| Vinyl / Designbelag (LVT) | 25–35 Euro | Rutschfest, geringe Aufbauhöhe, rollstuhlgeeignet |
| Linoleum | 25–40 Euro | Fugenlos verlegbar, pflegeleicht |
| Parkett (geölt oder matt) | 35–80 Euro | Warm, rollstuhlgeeignet wenn stuhlrollenzertifiziert |
| Kork | 20–40 Euro | Elastisch, dämpfend bei Stürzen, warm |
Nicht empfohlen
- Lose Teppiche und Läufer — Hauptsturzursache, sofort entfernen
- Hochflorteppiche — hemmen Rollator und Rollstuhl
- Vinyl mit Glanzversiegelung — Reflexion blendet
- Sisal und Jute — schlechte Gleiteigenschaften für Gehhilfen
Wenn Teppich unverzichtbar: Vollflächig verkleben, stuhlrollengeeignet (EN 985), Kanten mit doppelseitigem Klebeband sichern.
Kosten Bodenbelag (ca. 25 m²)
| Material | Kosten (inkl. Verlegung) |
|---|---|
| Vinyl | 1.500–3.500 Euro |
| Parkett | 2.500–5.000 Euro |
| Laminat | 1.000–2.500 Euro |
Beleuchtung: Dreimal so viel Licht wie gedacht
Ein 70-Jähriger benötigt etwa dreimal so viel Licht wie ein 20-Jähriger für dieselbe Sehschärfe. Die Linse des Auges wird mit dem Alter trüber. Gute Beleuchtung reduziert das Sturzrisiko um bis zu 40 Prozent.
Lux-Empfehlungen
| Bereich | Mindest-Lux | Optimal für Senioren |
|---|---|---|
| Wohnzimmer allgemein | 100 Lux | 300–500 Lux |
| Lesen / Handarbeit | 300 Lux | 1.500 Lux (Punktbeleuchtung) |
| Weg zur Toilette (Nacht) | 10–30 Lux | Bewegungsmelder-gesteuert |
Die wichtigsten Regeln
- Schattenfreie Ausleuchtung — keine dunklen Ecken
- Blendfreies Licht — Indirektlicht und Stehlampen mit Schirm
- Mischung aus Grund- und Punktbeleuchtung — Deckenleuchte plus Leselampe
- Beleuchtete Lichtschalter — auffindbar im Dunkeln
- Schalter auf 85 cm Höhe — im Rollstuhl erreichbar
Kosten Beleuchtung
| Maßnahme | Kosten |
|---|---|
| Beleuchteter Lichtschalter nachrüsten | 10–30 Euro/Stück |
| Bewegungsmelder (Aufputz) | 15–40 Euro |
| Stehlampe mit Lesefunktion | 80–300 Euro |
| Smarte Glühbirnen (3er Set) | 80–150 Euro |
| Neues Deckenbeleuchtungskonzept (inkl. Elektrik) | 300–1.500 Euro |
Möbel: Richtig sitzen, sicher aufstehen
Sessel und Sofa
Das Sofa ist oft der gefährlichste Gegenstand im Wohnzimmer. Zu weich, zu tief, zu niedrig — wer einmal drin sitzt, kommt ohne Hilfe nicht mehr hoch.
| Parameter | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Sitzhöhe | 50–55 cm | Füße flach auf dem Boden, leichtes Aufstehen |
| Sitztiefe | 45–50 cm | Kein tiefes Einsinken |
| Polsterhärte | Mittelhart bis hart | Weiches Polster = schwieriges Aufstehen |
| Armlehnen | Vorhanden, stabil | Abstützen beim Aufstehen |
| Armlehnen-Höhe | 25–30 cm über Sitz | Effektive Abstützung |
Standardsofas sind oft nur 40–45 cm hoch. Günstige Sofortlösung: Möbelbeinverlängerungen für 10–30 Euro.
Aufstehsessel
| Typ | Kosten | Für wen |
|---|---|---|
| Mechanischer Aufstehsessel | 300–800 Euro | Moderate Einschränkung |
| Elektrischer Aufstehsessel | 600–2.000 Euro | Stärkerer Bedarf, empfohlen |
| Pflegeliege/-sessel | 1.500–4.000 Euro | Hoher Pflegebedarf |
Wichtig: Immer probesitzen. Unterschiedliche Körpergewichte erfordern unterschiedliche Polsterhärten. „Zu bequem" bedeutet oft „zu weich" — und erhöht das Sturzrisiko beim Aufstehen.
Couchtisch und Beistelltisch
- Couchtisch unter 45 cm Höhe ist eine Stolperfalle beim Bücken — Mindesthöhe: 50 cm, besser 55–60 cm
- Glasplatten: durchsichtig, Stoßgefahr, Splitterrisiko — entfernen
- Empfehlung: Kleinen stabilen Beistelltisch direkt neben den Sessel statt zentralen Couchtisch
Aufbewahrung
- Häufig genutzte Gegenstände zwischen 60 und 100 cm Höhe
- Rollstuhlzone: 40–120 cm erreichbar
- Keine Leiter oder Tritthocker verwenden
- Regale mit Rollen nur mit Bremsvorrichtung
Fenster und Rollläden
Das Wohnzimmer ist oft der einzige Raum, von dem aus Senioren Außenbezug haben. Fenster müssen auch im Sitzen nutzbar sein.
| Element | Anforderung (DIN 18040-2) |
|---|---|
| Fensterbrüstung (Unterkante) | max. 60 cm |
| Fenstergriff | 85–105 cm Höhe |
| Bedienkraft | max. 25 Newton |
Elektrische Rollläden sind eine der wirkungsvollsten Alltagserleichterungen. Nachrüstung: 80–200 Euro pro Rollladenaktor. Mit Smart Home (Somfy, Homematic IP) für ca. 50–70 Euro mehr per Sprachbefehl steuerbar.
Smart Home: Der Gamechanger im Wohnzimmer
Das Wohnzimmer ist der ideale Startpunkt für Smart Home — hier wird die meiste Zeit verbracht. Vertiefende Infos finden Sie in unserem Smart-Home-Ratgeber.
Sprachsteuerung
Für Menschen, die Schalter nicht mehr sicher erreichen können: Licht, Heizung, Rollläden und Telefon per Sprachbefehl bedienen.
| Gerät | Preis | Tipp |
|---|---|---|
| Amazon Echo Dot | 25–35 Euro | Kompakter Einstieg |
| Amazon Echo Show 8 | 90–130 Euro | Display für Videoanrufe, ideal für Senioren |
| Google Nest Hub | 60–90 Euro | Display, Schlafüberwachung |
Automatische Nachtbeleuchtung
Bewegungsmelder im Wohnzimmer und auf dem Weg zur Toilette eliminieren das nächtliche Tasten nach Lichtschaltern. Ein Steckdosen-Nachtlicht mit Bewegungsmelder kostet 8–25 Euro und reduziert das Sturzrisiko sofort.
Heizungssteuerung
Manuelle Heizkörperthermostate sind für Menschen mit Arthritis oft nicht mehr bedienbar. Smarte Thermostate (40–80 Euro) lassen sich per App oder Sprachbefehl steuern und heizen automatisch nach Zeitplan.
Kosten Smart Home Wohnzimmer
| Paket | Kosten | Umfang |
|---|---|---|
| Basispaket | 150–300 Euro | Echo Dot + 2 smarte Birnen + Nachtlicht |
| Komfortpaket | 400–800 Euro | Echo Show + Rollladen + Thermostat |
| Vollpaket | 800–2.000 Euro | Licht + Rollladen + Heizung + Sprachsteuerung |
Förderfähig? Smart-Home-Komponenten können im Einzelfall von der Pflegekasse gefördert werden, wenn sie die Selbstständigkeit fördern — z. B. automatische Türöffner oder Rollladenantriebe. Immer vorab bei der Pflegekasse anfragen.
Die 8 häufigsten Fehler
1. Lose Teppiche und Läufer belassen
Der häufigste und gefährlichste Fehler. Teppichkanten sind Hauptverursacher von Stürzen. Lösung: Vollständig entfernen oder vollflächig verkleben.
2. Kabel quer durch den Raum
Telefonkabel, Verlängerungskabel, Lampenkabel — unterschätzte Stolperfallen. Lösung: Schnurloses Telefon, Bluetooth-Lautsprecher, selbstklebende Kabelkanäle (ab 15 Euro).
3. Möblierung zu dicht
Zwischen Sofa, Couchtisch und Sideboard bleibt kein Platz für Rollator oder Rollstuhl. Lösung: Radikal entrümpeln. Mindestens 90 cm freien Gang, besser 120 cm.
4. Sofa und Sessel zu weich und zu niedrig
Tiefe, weiche Sitzgelegenheiten sind ein ernstes Problem: zu tief einsitzend, keine Aufstehhilfe. Lösung: Möbelbeinverlängerungen (10–30 Euro) oder Sessel mit 50–55 cm Sitzhöhe.
5. Fehlende Kontraste
Lichtschalter die zur Wand verschwinden, Türrahmen ohne Abgrenzung. Lösung: Kontrastreiche Rahmen, farblich abgesetzte Türrahmen, Übergangsprofile zwischen Bodenbelägen.
6. Rollläden manuell und schwergängig
Schwere Rollläden, die Ziehen erfordern, oder Fenstergriffe in 130 cm Höhe. Lösung: Elektrische Rollläden nachrüsten (150–400 Euro/Rollo).
7. Glänzende Böden und Blendung
Reflektierende Böden verschlechtern die Sehleistung. Lösung: Matte Oberflächen, blendfreie Leuchten.
8. Glasmöbel und wackelige Einrichtung
Glasstische splittern beim Abstützen. Wackelige Beistelltische brechen zusammen. Lösung: Alle Glasmöbel entfernen, stabile Möbel mit breiter Standfläche wählen.
Kosten im Überblick
Maßnahmen ohne Handwerker (sofort, DIY)
| Maßnahme | Kosten | Wirkung |
|---|---|---|
| Lose Teppiche entfernen | 0 Euro | Hoch |
| Kabel in Kabelkanal | 20–60 Euro | Hoch |
| Bewegungsmelder-Nachtlicht | 8–25 Euro | Hoch |
| Möbelbeinverlängerungen | 10–30 Euro | Hoch |
| Scharfe Kanten polstern | 5–15 Euro | Mittel |
Maßnahmen mit Handwerker
| Maßnahme | Kosten | Förderfähig |
|---|---|---|
| Türschwelle entfernen | 165–285 Euro | Ja (Pflegekasse) |
| Türverbreiterung auf 90 cm | 1.500–3.000 Euro | Ja (Pflegekasse, KfW) |
| Neuer Bodenbelag (ca. 25 m²) | 1.000–5.000 Euro | Ja (Pflegekasse) |
| Beleuchtung erneuern | 300–1.500 Euro | Ja |
| Schalter auf 85 cm versetzen | 100–300 Euro/Raum | Ja |
| Elektrischer Rollladenantrieb | 150–400 Euro/Rollo | Im Einzelfall |
Gesamtkosten
| Umfang | Kosten |
|---|---|
| Kleinmaßnahmen (ohne Umbau) | 200–1.000 Euro |
| Mittelpaket (Boden + Beleuchtung + Möbel) | 3.000–8.000 Euro |
| Vollumbau (rollstuhlgerecht inkl. Tür) | 8.000–18.000 Euro |
Förderung
Pflegekasse (§ 40 SGB XI)
Bis zu 4.180 Euro pro wohnumfeldverbessernder Maßnahme (ab Pflegegrad 1). Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt: maximal 16.720 Euro.
Förderfähig im Wohnzimmer: Bodenbelag, Türverbreiterung, Schwellenentfernung, Beleuchtung, automatischer Türöffner. Möbel werden in der Regel nicht gefördert.
Wichtig: Antrag immer vor Beginn der Arbeiten stellen. Kostenvoranschlag beifügen, Begründung durch Hausarzt empfohlen. Mehr dazu in unserem Förder-Ratgeber und im Ratgeber zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.
KfW-Kredit (Programm 159)
Zinsgünstiger Kredit bis 50.000 Euro — kein Pflegegrad erforderlich, ganzjährig verfügbar. Förderfähig: Bodenbelag, Türverbreiterung, Schwellenbeseitigung, Bedienelemente auf Normhöhe.
Steuerbonus
20 % der Handwerkerlohnkosten absetzbar, maximal 1.200 Euro Steuerersparnis pro Jahr. Rechnung mit separat ausgewiesenen Lohnkosten aufbewahren.
Einen Überblick nach Bundesland finden Sie auf unseren Bundesland-Förderseiten.
Schritt für Schritt vorgehen
Sofort (ohne Handwerker, 0–200 Euro)
- Lose Teppiche entfernen oder vollflächig verkleben
- Alle Kabel in Kabelkanäle verlegen
- Bewegungsmelder-Nachtlicht einbauen
- Wackelige Möbel und Glasmöbel entfernen
- Möbelbeinverlängerungen anbringen
Kurzfristig (1–4 Wochen, 200–1.000 Euro)
- Beleuchtung verbessern (mehr Licht, beleuchtete Schalter)
- Stabilen Beistelltisch neben den Sessel
- Sessel tauschen oder Sitzerhöhung
- Sprachassistent einrichten (Echo Dot, 25 Euro)
Mittelfristig (1–6 Monate, 1.000–5.000 Euro)
- Neuer Bodenbelag (Vinyl, rutschfest)
- Elektrische Rollläden nachrüsten
- Lichtschalter auf 85 cm versetzen
- Türschwelle entfernen
- Aufstehsessel anschaffen
Langfristig (5.000–18.000 Euro)
- Türverbreiterung auf 90 cm
- Raumplanung für Rollstuhl (150 x 150 cm Wendefläche)
- Bedienelemente komplett auf Normhöhe
- Automatischer Türöffner
Fachbetrieb finden
Für den barrierefreien Wohnzimmer-Umbau brauchen Sie vor allem:
- Bodenleger: Für rutschfesten, schwellenlosen Bodenbelag
- Schreiner / Tischler: Für Türverbreiterung und Schiebetüren
- Elektriker: Für Schalter, Steckdosen, Beleuchtung und Smart Home
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Häufige Fragen
Was zahlt die Pflegekasse im Wohnzimmer? Bis zu 4.180 Euro pro wohnumfeldverbessernder Maßnahme. Förderfähig: Bodenbelag, Türverbreiterung, Schwellenentfernung, Beleuchtung. Möbel werden nicht gefördert.
Was ist der Unterschied zwischen barrierefrei und rollstuhlgerecht? Barrierefrei: 120 x 120 cm Bewegungsfläche, 80 cm Türbreite. Rollstuhlgerecht: 150 x 150 cm Bewegungsfläche, 90 cm Türbreite, alle Bedienelemente auf 85–105 cm.
Wie hoch muss ein barrierefreies Sofa sein? 50–55 cm Sitzhöhe. Standardsofas sind oft nur 40–45 cm. Möbelbeinverlängerungen (10–30 Euro) sind eine günstige Sofortlösung.
Welcher Bodenbelag ist am besten fürs Wohnzimmer? Vinyl/LVT-Designboden: Gute Rutschhemmung (R9–R10), geringe Aufbauhöhe, pflegeleicht, rollstuhlgeeignet. Ab 25 Euro/m².
Kann ich Smart Home über die Pflegekasse fördern lassen? Im Einzelfall ja — wenn Technik wie automatische Türöffner oder Rollladenantriebe die Selbstständigkeit fördern. Immer vorab bei der Pflegekasse anfragen.
Wie viel Licht braucht ein seniorengerechtes Wohnzimmer? 300–500 Lux für die Grundbeleuchtung (dreimal mehr als bei jüngeren Menschen). Am Leseplatz bis 1.500 Lux. Nachts: gedimmtes Licht über Bewegungsmelder.
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